2011

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Die Berufsbildenden Schulen Wechloy übernehmen in Kooperation mit dem Arbeitskreis Erinnerungsgang die Gestaltung des Erinnerungsgangs und der Ausstellung

Flyer Erinnerungsgang 2011 als pdf

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2. November 2011, 17:00 Uhr:
Eröffnung der Ausstellung:
“Arisierung damals und Rechtsextremismus heute”
Ausstellung vom 02.11.2011 bis 18.11.2011
Landesbibliothek Oldenburg

2. November 2011, 20:00 Uhr, Liners, Stau 34
“Rechtsextremismus im Nordwesten”
Fachkommisariat für polizeilichen Staatsschutz und der
Verein Laut gegen Nazis e.V.
Eintritt frei

3. November 2011, 20:00 Uhr, Aula BBS Wechloy
Szenische Lesung
Auschwitz
Eintritt frei

6. November 2011, 20.00 Uhr, Cine k, Kulturetage
Dokumentarkurzfilme
Danach Austausch mit jüdischen Bürgern
Eintritt 6 €

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9. und 10. November 2011, 9:45 – 11:30 Uhr,
Landesbibliothek Oldenburg
Schicksale von 14 im Vernichtungslager Sobibor
ermordeten Oldenburger Juden
mit Max Degen (für Schulen)

9. November 2011, 18:30 Uhr, Forum St. Peter
Georgstraße/Peterstraße
„Unrecht im Mantel des Rechts”
anschließend Begegnung in der Jüdischen Gemeinde

9. November 2011, 19:30 Uhr,
Carl von Ossietzky Universität, Raum A1 0-008
Schicksale von 14 im Vernichtungslager Sobibor
ermordeten Oldenburger Juden
mit Max Degen Flyer

10. November 2011, 14:00 Uhr, Garnisonkirche
Peterstraße 41
Schüler der BBS Wechloy und das Klezmer-Duo “Chalil”
gestalten eine Einstimmung auf den Erinnerungsgang

Koffer

10. November 2011, 15:00 Uhr
Erinnerungsgang
Beginn im Hof der Landesbibliothek

11. November 2011, 19:00 Uhr
Kulturetage
Konzert: Oldenburg Live&Laut mit Nosliw und regionalen
Vorbands gegen Rechtsextremismus
VVK: Kulturetage

16. November 2011, 20:00 Uhr, Forum St Peter
Georgstraße/Peterstraße
Konzert mit den Chören Bundschuh und ZiviICHORage
Eintritt frei

Mittwoch,
23. November 2011, 16:30 Uhr
Sitzung des Arbeitskreises
in der JVA, Gerichtsstraße
Personalausweis mitbringen!

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Pressemitteilung
26.10.2011
„Erinnern heißt Leben“. Schülerausstellung zum 73. Jahrestag der Reichspogromnacht

„Erinnern heißt Leben“ ist der Leitgedanke der diesjährigen Ausstellung zum Jahrestag der Reichspogromnacht, die die Landesbibliothek Oldenburg vom 02.11. bis 19.11.2010 in ihrem Foyer präsentiert. Für das Konzept und die Ausarbeitung der Ausstellung, die den jährlichen Erinnerungsgang am 10. November begleitet, sind Schülerinnen und Schülern der Berufsbildenden Schulen Wechloy (BBS Wechloy), dem Berufsbildungszentrum für Wirtschaft, Recht und Verwaltung der Stadt Oldenburg, verantwortlich.
In der Pogromnacht 1938 wurden die jüdischen Männer Oldenburgs von der SA verhaftet und am nächsten Morgen quer durch die Innenstadt zum Gerichtsgefängnis getrieben. Im Gedenken daran gehen Oldenburger Bürgerinnen und Bürger am 10. November den gleichen Weg.
Schwerpunkt der Ausstellung der Schüler der BBS Wechloy ist der Prozess der Arisierung in der Weser-Ems-Region. In diesem Zusammenhang werden z.B. die Veränderungen der Verwaltungsvorschriften in dieser Zeit beleuchtet. Außerdem haben sich die Schüler mit der Vertreibung und der Rückkehr des noch in Oldenburg lebenden jüdischen Mitbürgers Julius Brumsack auseinandergesetzt. Besonders betroffen machen hierbei die vielen Originaldokumente, die u.a. belegen, wie unwürdig mit den wenigen jüdischen Rückkehrern umgegangen wurde, wenn sich diese um Aufklärung und Rückerstattung ihres Eigentums bemüht haben.
Um ein Gefühl dafür zu bekommen, was es bedeutet, vertrieben zu werden, fliehen zu müssen und somit alles bis auf den Inhalt eines Koffers hinter sich zu lassen, stoßen die Besucher der Ausstellung immer wieder auf verschiedene Koffer, die die Dramatik einer Flucht symbolisieren. Eine Dramatik, die sich leider auch heute noch in vielen Teilen der Welt jeden Tag zuträgt.
Neben dem Blick auf die Vergangenheit haben sich die Schüler auch mit der heutigen Situation beschäftigt. Dazu beleuchteten sie zum einen intensiv den Rechtsextremismus im Nordwesten und haben zum anderen diskutiert, warum es so wichtig ist, sich an das Geschehen in der Vergangenheit zu erinnern. Daraus resultierend wurde abschließend überlegt, was alle tun können, damit sich dieser Teil der deutschen Geschichte nicht wiederholt.
Bei der Ausstellungseröffnung am 02.11.11 um 17.00 Uhr im Foyer der Landesbibliothek führen die Schüler der Berufsbildenden Schulen Wechloy in die Ausstellung ein.

„Erinnern heißt Leben“. Schülerausstellung zum 73. Jahrestag der Reichspogromnacht
Ausstellungsdauer: 02. – 19.11.2011 Der Eintritt ist frei.
Eröffnung: Mittwoch, 02.11.11, 17.00 Uhr im Foyer der Landesbibliothek
Veranstalter: Berufsbildende Schulen Wechloy, Arbeitskreis Erinnerungsgang, Landesbibliothek Oldenburg
Öffnungszeiten Landesbibliothek:
Mo – Mi 10-18 Uhr, Do 10-19 Uhr, Fr 10-17 Uhr, Sa 9-12 Uhr
Leitgedanke der Veranstaltungen zum Erinnerungsgang 2011 (BBS Wechloy)

Kontakt: Michaela Klinkow M.A., Landesbibliothek Oldenburg, Pferdemarkt 15,
26121 Oldenburg, Tel.: 0441 / 799-2821, Fax: 799-2865, e-mail: klinkow@lb-oldenburg.de

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“Die Pressemitteilung der Schülerinnen und Schüler:

Erinnerungsgang 2011

Berufsschüler der BBS Wechloy werden „Laut gegen Nazis“

Der Arbeitskreis „Erinnerungsgang“, der Verein „Laut gegen Nazis“ und die BBS Wechloy planen in diesem Jahr unter dem Motto „Schau zurück – Geh’ in die Zukunft!“ eine Veranstaltungsreihe rund um den Erinnerungsgang in Oldenburg.

Bis November werden die auszubildenden Veranstaltungskaufleute der BBS Wechloy in Zusammenarbeit mit Unterstützung ihrer Partner die Ausrichtung verschiedener Veranstaltungen zu den Themen Nationalsozialismus und Rechtsextremismus im praxisorientierten Unterricht organisieren.

Der Erinnerungsgang am 10. November 2011, der an die Judenfestnahmen während der Reichspogromnacht erinnert, bildet die Kernveranstaltung des Projekts. Diese bundesweit einmalige Form des Erinnerns führt mitten durch Oldenburg und soll zahlreiche Menschen auf die Straßen bringen. Zuvor findet zudem ein Gottesdienst statt.

Geplant sind neben diesem jährlich stattfindenden Erinnerungsgang ein Konzert des Vereins „Laut gegen Nazis“ mit einer national bekannten Band und lokalen Vorgruppen. Zum Rahmenprogramm gehören außerdem eine Ausstellung in der Landesbibliothek und viele weitere interessante Schul- und Abendveranstaltungen in verschiedenen Oldenburger Locations.

Mit einer Veranstaltung am Buß- und Bettag findet die Veranstaltungsserie ihren Abschluss in der BBS Wechloy. Die rund 3000 Schüler der berufsbildenden Schule werden Teil dieses großen Projektes sein. Größtenteils als Zuschauer, teilweise aber auch als Paten oder eben als Mitorganisatoren. Nachdem Anfang Februar der Startschuss für das Projekt fiel, läuft die Organisation auf Hochtouren.

Am Ende soll eine unvergessliche Veranstaltungsreihe in Oldenburg stehen, die zum Nachdenken anregt und viele Menschen eines breiten Zielpublikums in ihren Bann ziehen soll. Die Themen Nationalsozialismus und Rechtsextremismus sind auch in der heutigen Zeit allgegenwärtig und bedenkliche Tendenzen sind immer noch festzustellen. Die Veranstalter haben sich zur Aufgabe gemacht, Erinnerungsarbeit auf viele verschiedene Arten für und mit Oldenburgern zu leisten.

Oldenburg, 15. Februar 2011″

(Fotos © Roland Zschornack, BBS Wechloy / Arbeitskreis Erinnerungsgang)